Geschrieben am 24. Oktober 2011 in Netzpolitik, Politik/politics von giggls || Kommentare deaktiviert
Auf ka-news gibt Frau Kotting-Uhl ein Interview zum Thema Kernenergie. Während ich die Aussagen zu diesem Thema abgesehen vom alarmistischen Unterton für weitgehend richtig halte kann ich die Äußerungen am Ende des Artikels zum Thema Piratenpartei nun wirklich nicht nachvollziehen!
Da wird der Erfolg der Piratenpartei mit dem Wunsch nach Neuem, unverbrauchten begründet! Unglaublich, dass hier noch nicht einmal ein Problembewußtsein existiert. Frau Kotting-Uhl, Sie und weitere 14 Bundestagsabgeordnete der Grünen sind dafür verantwortlich, dass Wähler, die bisher die Grünen gewählt haben in Scharen zu den Piraten übergelaufen sind!
Auch ich war damals sehr enttäuscht und habe zu diesem Thema ein Blogposting geschrieben. Eine Enttäuschung die sich übrigens auf meine Wahlentscheindung bei der Bundestagswahl ausgewirkt hat. Meine Erststimme ging damals an den Kandidaten der Piratenpartei, weil ich explizit niemanden wählen wollte der sich nicht explizit gegen Internetzensur ausgesprochen hat. Wenn ich nun Ihre aktuellen Aussagen bei KA-News lese muss ich im Nachhinein feststellen, dass das die richtige Entscheidung war, denn ein Problembewußtsein scheint nicht vorhanden zu sein.
Geschrieben am 4. Juli 2011 in Openstreetmap von giggls || Kommentare deaktiviert
Vor ziemlich genau 3 Jahren habe ich in Osmarender die Regeln eingebaut verschiedene Typen von Wald (Mischwald, Laubwald, Nadelwald) auf der Karte verschieden darzustellen.

Seitdem ist viel passiert im Openstreetmap Umfeld. Inzwischen hat sich Mapnik als Standardrenderer etabliert und der Tod von Osmarender ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Das Teil ist ja ohnehin was den CO2 Footprint betrifft kaum vertretbar.
Seit einiger Zeit gibt es auch einen Mapnik basierten
deutschen Kartenstil. Man ahnt es, meine erste Änderung an diesem Stil betrifft nun wieder die Waldtypen.
Schon vor drei Jahren gab es auf der Osmarender Mailingliste eine Diskussion um die richtigen Waldsymbole.


Angeblich sind die hierzulande gängigen Icons aus Topokarten nämlich nicht international üblich. Deshalb haben wir damals für Osmarender diese Symbole gebastelt die an Apfelbäume und Weihnachtsbäume aus Kinderbüchern erinnern.
Für den deutschen Kartenstil ist das aber ohnehin nicht relevant und deshalb gibt es dort jetzt ab Zoomlevel 14 die in deutschen Karten üblichen Symbole für Waldtypen.
Im Zuge dieser Änderung habe ich auch gleich noch das unterschiedliche Rendering von landuse=forest und natural=wood entsorgt. Insbesondere in Deutschland gibt es ja de fakto keinen Urwald mehr und zudem irritieren die Unterschiede im Rendering mehr als sie nützen.
Geschrieben am 2. Juli 2011 in FOSSGIS, Openstreetmap von giggls || 6 Kommentare
Seit einigen Monaten gibt es auf der deutschen OSM Homepage einen eigenen Kartenstil, der im Rahmen einer Bachelorarbeit an der HFT Stuttgart aus dem internationalen Stil entstanden ist. Dieser Stil versucht sich an die hierzulande in Karten üblichen Gepflogenheiten zu halten und trotzdem nicht allzuweit von der internationalen Variante abzuweichen.
Im Gegensatz zu einer Bachelorarbeit und einem Studium ist ein Kartenstil für ein solch dynamisches Projekt wie Openstreetmap aber niemals fertig.
Aus diesem Grund haben wir jetzt eine Arbeitsliste gegründet. Die Abonnenten dieser Liste möchten sich der Weiterentwicklung und Pflege dieses Kartenstils annehmen.
Insbesondere warten schon diverse Änderungen am internationalen Stil auf ihre Portierung.
Über weitere Mitstreiter, die mit der Mapnik Toolchain und Subversion umgehen können würden wir uns freuen.
Es geht bei der Liste ausdrücklich nicht um Diskussionen was man darstellen sollte und was nicht. Dafür gibt es talk-de und das Forum.
Was die Technik betrifft ist der Server leider sehr langsam und stellt derzeit auch nur Europa zur Verfügung. Das ändert sich hoffentlich bald wenn wir unseren eigenen Server bekommen.
Wenn jemand den Betreiber eines Rechenzentrums kennt der dem Openstreetmap Projekt etwas gutes tun möchte möge sich umgehend bei mir melden. Wir bräuchten etwa 3HE Platz in einem Serverschrank.
Geschrieben am 5. Juni 2011 in FOSS, Linux von giggls || Kommentare deaktiviert
At my workplace we started the policy that devices leaving the campus must be encrypted. For this reason I created a USB pen-drive based boot scenario for our Debian based Laptops which allows for a completely encrypted drive using LUKS a couple of years ago.
However, the encryption of the pen-drives themselves has been a problem ever since we started to follow this policy. Devices like Kingston DataTraveler Vault are Windows only and alternative solutions are rare.
Fortunately I recently discovered the Corsair Padlock devices which might be a solution for people who need platform independent encrypted USB storage.
When testing one of those devices I thought about securing my laptop kernels with such a thing, because this would remove or at least reduce the attack option (unencrypted kernel and initrd) left in my encrypted laptop drive setup.
Well this is where the problem started and where one oft the best software support in the world (this of the linux kernel) was again
able to solve it by just sending a few mails around the globe.
So here comes the whole story:
Quite a lot of BIOS are unable to boot from a so called Superfloppy device (no partition at all). For this reason I just added one to my Padlock2 device. Unfortunately this device could not be detected by Linux but worked fine in M$-Windows.
Sending an error report and some debug output to the usb-storage mailing-list revealed some strange bug (or just a tricky windows only workaround to enable hardware encryption?) in the Padlock device not showing the correct partition Information on the first read by the OS. Windows reads a bunch of stuff before looking at the
partition data so the problem does not arise there.
And here comes the real beauty of FOOS. I got a patch which worked around the problem just a couple of hours later from somebody a thousand kilometeres away (credits go to Alan Stern) and fortunately this patch will go into Linux 3.0.1.
Problem solved
This is not the first time something like this happened. I’m a 100% certain that something like this would never be possible in a closed source world which is all about workarounds in application Software because it is just impossible to send an email to the maintainer of a particular piece of OS code.
Geschrieben am 7. Januar 2011 in Internet, Netzpolitik, Openstreetmap von giggls || 5 Kommentare
Nops OSM basierte Reit- und Wanderkarte ist neben der Openpistemap eine meiner Lieblingskarten auf Openstreetmap Basis.
Eine vergleichbare Karte (auf Basis von proprietärer Daten) gibt es im ganze Web nicht. Es gibt lediglich einige ähnliche Karten, die ebenfalls OSM basiert sind.
Quelle: Wikipedia
Beim browsen in der Karte ist mir die Tage aufgefallen, dass der berühmte
Wanderweg GR20 auf Korsika dort nicht erscheint obwohl er als
Relation 101692 bereits im Jahre 2009 erfasst wurde.
Die technischen die administrativen Gründe für dieses Problem sind selbstverständlich lösbar und der Weg könnte also demnächst auf der Karte erscheinen…
Könnte erscheinen, denn meine Frage nach den Fehlen des Weges auf der deutschen OSM Mailingliste führte zu einem Hinweis der mich ratlos und ehrlich gesagt auch wütend macht!
Sowohl die Abkürzung GR (französisch für Grande Randonnée) als auch die zugehörigen Farbmarkierungen sind eingetragene Marken des französischen Wandervereins.
Das wiederum bedeutet nach meinem naiven Verständnis, dass wir die Wege zwar selbstverständlich erfassen dürfen, diese aber weder als GR bezeichnen noch mit den korrekten Farbmarkierungen versehen dürfen. Keine Ahnung ob diese Annahme korrekt ist (IANAL).
Was tun sprach Zeus? Keiner von uns hat wohl ausreichende Kenntnis des Markenrechts um uns (am besten rechtsverbindliche) Auskunft geben zu können.
Fakt ist, dass eine Karte mit einer falschen Bezeichnung für einen Wanderweg und mit falscher Markierung erhebliche Verunsicherung erzeugen dürfte
Geschrieben am 6. November 2010 in FOSSGIS, Linux, Openstreetmap, Python von giggls || Kommentare deaktiviert
or how to use geoimage.at and others in josm
A few weeks ago a few austrian mappers contacted me because we are now allowed to us the WMS server at http://geoimage.at/ for mapping.
Unfortunately the data is currently only available in an austrian koordinate system (EPSG:31287). With EPSG:4326 beeing unavailable this is in fact a violation of the WMS spec
This could however be easily fixed using UMN-Mapserver as WMS-proxy, but unfortunately we are not allowed to do this at wms.openstreetmap.debecause we are not permitted to set up a cascading WMS based on their rules.
Anyway, with my wms.openstreetmap.de setup already using the python wsgi-interface (apache mod_wsgi) I thought that a standalone UMN-Mapserver based WMS-server should be very easy to hack, given the fact, that all the difficult stuff is already available in python and mapscript. Well, my presumption proved to be true
So here is my standalone WMS-server written in roughly 100 lines of python code.
As far as geoimage.at is concerned, there are already other solutions at the OSM-Wiki page, but this was fun to hack and might be useful for other purposes as well. An advantage of my solution is that it is possible to use the Austrian GIS-grid file for reprojection to achieve the highest possible accuracy. For this purpose the proj4-definition for EPSG:31287 (defined in /usr/share/proj/epsg on Linux) must look like this:
<31287> +proj=lcc +lat_1=49 +lat_2=46 +lat_0=47.5 +lon_0=13.33333333333333 +x_0=400000 +y_0=400000 +ellps=bessel +units=m +nadgrids=/path/to/GIS_GRID_austria.gsb +no_defs
I would be interested in feedback on how to get this to work on Windows as well. Talking about Linux this has only been a matter of typing apt-get install python-mapscript and adjusting the proj4 definition file to use the GIS-grid.
Geschrieben am 31. Oktober 2010 in Politik/politics, Umwelt/Environment von giggls || Kommentare deaktiviert
Gerade habe ich einen Bericht im Fernsehen über eine Bürgerinitiative gegen ein Pumspeicherkraftwerk gesehen und nun auch deren Webseite besucht!
Über solche Aktionen kann ich ehrlich gesagt nur den Kopf schütteln. Da scheint man offensichtlich den Ernst der Lage noch nicht erkannt zu haben! Keine Energiequelle ist ohne Nachteile, aber hier wir gegen etwas mobil gemacht, das wir schon in naher Zukunft dringend brauchen werden und das einen vergleichsweise geringen Umweltschaden erzeugt, ja sogar gegen etwas der wenigen Dinge die die großen Energiemonopolisten derzeit richtig machen.
Vorweg: Ich bin gegen die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken und beziehe meine elektrische Energie von einem Ökostromanbieter. Ich bin mir des weiteren sicher, dass wir zumindest unseren derzeitigen Bedarf an elektrischer Energie in Zukunft vollständig regenerativ decken können.
Was den Bedarf an Energie für die Heizung von Gebäuden betrifft sind wir jedoch leider noch weit davon entfernt das in absehbarer Zeit hinzukriegen. Kraft-Wärme-Kopplung kann hier zwar als Brückentechnologie mittelfristig helfen ist aber eben nicht als langfristige Lösung brauchbar. Langfristig wird die Welt wohl sogar eher mehr als weniger Energie aus elektrischen Strom decken müssen, weil eben fast alle alternativen Energieträger Strom erzeugen und leider keine dezentral einsetzbare Wärme.
Angesichts des globalen Ölfördermaximums(Peak Oil) und mittelfristig auch dem globalen Gasfördermaximum können wir es uns schlichtweg nicht leisten neben den Atomkraftwerken auch den Aufbau von Ausgleichsmechanismen wie Pumspeicherkraftwerken zu verhindern. Wenn zukünftig ein höherer Anteil des Strombedarfs regenerativ sein soll und dazu gibt es meines Erachtens wohl kaum eine vernünftige Alternative, dann brauchen wir Mechanismen zum Lastausgleich, denn elektrische Energie kann man noch immer nicht effizient speichern. Alternative Ideen zur Speicherung von Energie wie Druckluftspeicher oder Batterien parkender Elektroautos sind zwar spannend aber eben keine heute schon realisierbare Technologie.
Die Bürgerinitiative gegen das Hornbergbecken 2 argumentiert nun Publikumswirksam, dass das Becken derzeit nur dazu dienen würde Atomstrom grün zu waschen.
Dies mag ja sogar der Fall sein solange es noch einen nennenswerten Anteil von Grundlastkraftwerken gibt, aber nehmen wir doch mal an wir würden es schaffen die eher umweltschädliche Nutzung von Kohle- und Kernkraft für unsere Stromversorgung komplett abzuschaffen. Dann wäre die Folge doch gerade eine erheblich höhere Dynamik in den Quellen unseres Stromes die es dann auszugleichen gilt. Der Wind tut uns nunmal nicht den Gefallen genau nur dann Energie zu liedern, wenn diese auch benötigt wird.
Schade, dass hier einmal mehr meine Skepsis gegen Basisdemokratie bestätigt wird. Mit dem Sankt-Florian-Prinzip wird man jedenfalls keine vernünftige Energiepolitik machen können.
Geschrieben am 19. September 2010 in FOSS, Linux von giggls || Kommentare deaktiviert
A few days ago a local root exploit for the Linux Kernel has been posted and is available from all over the Internet now.
As usual in recent years the kernel.org people just fixed it silently without mentioning in the commit log that this is a mayor security fix.
People like me which are still running kernel.org kernels and which are actually the people reporting bugs in recent kernels are actually drawing the shortest straw here now
IMO it is a shame that there is still no 2.6.35.5 Kernel available which fixes this flaw.
So what I will need to do now is trying to repair this by merging the fix from git.kernel.org to 2.6.35.4…
Geschrieben am 12. September 2010 in FOSS, FOSSGIS, GPS, Openstreetmap von giggls || 3 Kommentare
While the quality of openstreetmap has changed from unusable to what is now arguably the best map for bicycle trip planning in recent years (at least in germany) unfortunately free bicycle trip planning software has not.
The following table is probably not complete so please post your suggestions if you know about other tools.
I just tested FOSS and web based tools because commercial applications like TTQV tend to be running on windows only anyway.
So here is the current state of the tools I checked. What I would really like to see in the future is a gpsies.com like semi-automatic-routing feature but based on osm instead of google.
stand alone applications:
|
| Software
| OSM tiles
| Google maps/aerial images
| WMS
| Garmin maps
| rectified images
| Automatic routing
| Manual route planning
| semi-automatic routing
|
| Viking
| yes
| not allowed
| via hack
| no
| no
| no
| yes
| no
|
| QLandkarteGT
| yes
| no
| no
| no
| yes
| no
| yes
| no
|
web based tools:
|
| Software
| OSM tiles
| Google maps/aerial images
| WMS
| Garmin maps
| rectified images
| Automatic routing
| Manual route planning
| semi-automatic routing
|
| marengo-ltd.co.uk
| my hacked version
| yes
| no
| no
| no
| no
| yes
| no
|
| pifpafpuf.de
| yes
| no
| no
| no
| no
| no
| yes
| no
|
| gpsies.com
| yes
| yes
| no
| no
| no
| Google API
| yes
| Google API
|
| openrouteservice.org
| yes
| no
| no
| no
| no
| OSM
| no
| no
|
My current workflow ist still using about 2 or 3 of these tools because fortunately all of them are able to read/write GPX file format.
Currently I just set up a hack which will translate tile requests into WMS to allow using them in viking. This is basically the same setup (with a slightly modified mapfile) already in use at wms.openstreetmap.de and available from Openstreetmap SVN.
An example tile URL for this kind of setup would be http://wms.gegg.us/tms/DOP_RGB/12/2143/1406.png. Please note that this data has not been approved for Openstreetmap use so please do not use these tiles for mapping.
Geschrieben am 9. September 2010 in FOSS, Netzpolitik, Openstreetmap von giggls || Kommentare deaktiviert
Axel Springer Vorstandschef Mathias Döpfner hat laut einem Bericht der taz öffentlich davon geredet, dass die sogenannte Gratiskultur im Internet die Pressefreiheit bedrohen würde. Was für ein unglaublicher Bockmist! Der Originaltext der Rede würde mich dann doch mal interessieren.
Ehrlich gesagt erwarte ich von diesem Verlag ja ohnehin nicht sehr viel, aber diese Aussage halte ich schlichtweg eine Beleidigung all derer die sich im Umfeld freier Internetprojekte engagieren. Sei es nun bei Openstreetmap, bei der Wikipedia oder im FOSS Umfeld.
Wenn die Gratiskultur so schlimm ist Herr Döpfner, warum setzen Sie denn dann auf ihren Servern freie Software ein. Da sollten Sie sich dann konsequenterweise auch widersetzen!
Überhaupt dieser Begriff: “Gratiskultur”
Offensichtlich soll suggeriert werden dass hier unlauterer Wettbewerb betrieben wird indem man etwas das eigentlich Geld kosten würde kostenlos hergibt. Das Gegenteil ist der Fall. Durch croudsourcing Effekte und weltweite Zusammenarbeit entstehen Dinge kostenlos die ohne die Hilfe des Internets eben nur durch den Einsatz von Geld möglich waren. Das kann man mögen oder nicht, unlauterer Wettbewerb ist es jedenfalls nicht.